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Urlaub im Märchenland

Die Zeit ging viel zu schnell vorbei. Eine Woche Sonne, Meer und jeden Menge Palmen in Palm Beach hätte ich gerne noch etwas länger ertragen. Aber solange wollten wir dann doch nicht stören, denn der eigentliche Grund war ein Besuch bei unserer Tochter, die dort seit Januar eine private Highschool besucht.

Palm Beach ist ein wenig anders, als der Rest von Florida. In Palm Beach ist man reich, oder besser mega reich. Hier tummeln sich die meisten Milliardäre der Welt, so wird das zumindest in Palm Beach erzählt. Bill Gates, Bruce Springsteen, Oprah Winfrey, die Erben von Coca Cola, Walmart und natürlich auch Donald Trump besitzen hier zum Beispiel ein Anwesen. Mr. President verbringt übrigens fast jedes Wochenende dort. Sein Flieger, die Air Force One, steht dann völlig unspektakulär am hiesigen kleinen Flughafen immer an der gleichen Stelle. Ein bisschen merkwürdig war der Anblick ja schon, vorne der Sumpf und dahinter greifbar nah das Flugzeug des Präsidenten, umringt von Schulbussen, als Sicherheitswall.

Und natürlich hat man es sich im Ort auch schön gemacht, traumhaft schön sogar. Auf der berühmten Worth Avenue reiht sich in filigraner, mediterraner Architektur ein schöner Laden an den anderen, dazwischen jede Menge Galerien. In zahlreichen, romantischen Hinterhöfen, findet man versteckte kleine Cafés und Restaurants und beim Bummeln begegnet man auch mal lässig gekleideten Einheimischen …

 

 

 

 

Die Wohnhäuser in Palm Beach sind alle von märchenhaften tropischen Gärten umgeben. Die Nobelvillen haben wir allerdings nur vom Auto aus bewundert. Ich hab mich gar nicht getraut davon Fotos zu machen, geschweige denn davor anzuhalten. Die Landschaftsgärtner dort sind wirklich wahre Künstler. Überhaupt wirkt jeder Grashalm in der Gegend, wie mit der Nagelschere geschnitten…

Orchideen stehen dort übrigens nicht am Fensterbrett, sondern werden unter die Bäume gehängt, das sah ich fast in jedem Garten.

Eine Führung durch die Schule unserer Tochter, stand natürlich auch auf dem Programm. Man könnte heulen, wenn man sieht welche Möglichkeiten die Kinder dort haben. Die luxuriöse Ausstattung wird allerdings fast ausschließlich mit Spenden von Eltern finanziert. Demnächst wird für die höchst professionellen Schulaufführungen eine “kleine” Musical Hall für 10 Mio $ eröffnet… Zum Schulausflug geht es auf die Keys zum Schnorcheln oder nach Miami, um mit den Miami Heats nach dem Spiel ein paar Körbe zu werfen. Da möchte man gerne die Zeit zurück drehen und auch nochmal die Schulbank drücken.

Ein Ausflug nach Miami musste natürlich auch sein. Ich wollte unbedingt den neuen Design District in Wynwood sehen. Hier findet man nicht nur exklusive Mode Labels, sondern auch das who is who der Interior Branche.

 

 

 

 

 

Anschließend ging es noch schnell durch die Lincoln Road, d i e Shopping Straße in Miami Beach. Leider ist das Laden Sterben dort weiter gegangen. Bereits vor 2 Jahren, bei unserem letzten Besuch, waren schon viele Shops verschwunden. Allerdings wurde auch an vielen Stellen umgebaut. Bleibt zu hoffen, dass nicht nur die großen Ketten, wie Victoria Secret, übrig bleiben, die man sowieso an jeder Ecke findet.

 

Jetzt im März ist Hauptsaison in Miami und die Stadt und auch der Strand waren viel voller, als in den heißen Sommermonaten. Das Meer war zwar mit 24 Grad schon beschwimmbar, allerdings war neben der roten Flagge, auch mal wieder die lila Flage gehisst, die für “dangerous marine life” steht, was wiederum heißt, dass man in den Wellen allerlei Getieren (z.B. HAIEN) begegnen kann. Darauf konnte ich gerne verzichten, alle anderen offensichtlich nicht …

 

 

Als wir nach einer Woche “Leben im Märchenland” wieder zuhause waren, kam mir sogar das so aufgeräumte, saubere München total unordentlich vor und unseren Garten würde ich am liebsten sofort neu anlegen. Für die nächste Reise suche ich mir dann wohl besser eine unaufgeräumtere Gegend …

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