Kobold Saugwischer SP600

Montag, 26. März 2018

Werbung - Anfang Februar war ich in geheimer Mission in Hamburg unterwegs. Vorwerk hatte geladen, um uns ihr neues Wunderprodukt den Kobold Saugwischer SP600 vorzustellen, der nun bereits seit dem 26. Februar den Markt erobert. Das Besondere an diesem Kobold Sauger: er wischt und saugt gleichzeitig den Boden. Was für ein Segen ! Das Vorgängermodell konnte dies zwar auch schon, allerdings musste dort der Putzlappen noch händisch befeuchtet werden. Das funktioniert nun alles, dank integriertem Wassertank, vollautomatisch.


Als das Testgerät bei mir ankam wunderte ich mich zunächst über die vielen Pakete und sah mich schon beim Zusammenbau verzweifeln. Dies war jedoch völlig unbegründet. Ohne Lesen der Bedienungsanleitung, was ich ja grundsätzlich erst hinterher mache, war ich in der Lage das Gerät zu montieren. Lediglich beim Anschließen des Stromkabels musste ich dann doch einen Blick riskieren. Dieses fädelt man nach Montage des Geräts mit einer speziellen Vorrichtung etwas knifflig durch den Teleskopstiel.


Das Kabel ist dann auch gleich mein Hauptkritikpunkt. Warum hat dieses Teil überhaupt ein Kabel ? Das extra lange Kabel erspart zwar das ständige Umstecken in den Steckdosen, ich konnte damit wirklich erstmalig mein komplettes Wohnzimmer auf einmal durchsaugen, aber dafür zieht man jede Menge Kabelsalat hinter sich her, der sich auch gerne mal verwurschtelt. Nach getaner Arbeit wird es zur Aufbewahrung, wie anno dazumal, über zwei Haken gewickelt, wo es natürlich nicht bleiben will.


Daher ging die Kabel Frage natürlich auch gleich an Vorwerk Chefdesigner Uwe Kemker. Antwort: Vorwerk wird erst dann ein akkubetriebenes Produkt auf den Markt bringen, wenn dieses in der Lage ist mit den Qualitätsansprüchen bei Vorwerk mitzuhalten. Man will die Kunden nicht mit einem minderwertigen Gerät enttäuschen. Da würde ich doch sagen, da kommt noch was ...


Dafür funktioniert das Wisch- und Saugkonzept des SP600 jetzt schon perfekt. Auch an die notwendigen unterschiedlichen Nässegrade (3 Stufen) hat man gedacht. Hochwertiger Parkett wird einfach nur nebelfeucht gewischt, Fliesenboden dagegen eher nass. Passend zum jeweiligen Bodenbelag gibt es außerdem noch die entsprechenden Reinigungsmittel (Koboldclean), die mit in den Wassertank gefüllt werden und natürlich ein riesiges Sortiment an verschiedenen Putzlappen. Im Foto oben seht ihr die Universal- (links) und die Parkettvariante (rechts). Der Wassertank könnte gerne einen Tick größer sein, damit man nicht so häufig nachfüllen muss.

Das Reinigungstuch wird an eine spezielle Haltevorrichtung mittels Klettverschluss angebracht. Anschließend legt man ihn einfach auf den Boden und fährt mit dem Sauger darüber. Das wars ! Kein Bücken, keine nassen Hände. Der Lappen steht schlauerweise links und rechts etwas über, damit man auch wirklich entlang der Fußleisten jede Ritze wischen kann. Der Kopf ist wirklich wendig, so dass man leicht in alle (genügend breiten) Ecken kommt. Vor der ersten Benutzung wird der Lappen per Knopfdruck durchfeuchtet. Anschließend stellt man den gewünschten Nässegrad ein, der an der Anzahl grün leuchtender Wellen ablesbar ist.


Nach dem Einschalten schwebt man förmlich mit dem Gerät durch den Raum. Kein Drücken und kein hin und her Schrubben ist notwendig. Der SP600 verfügt über einen eigenen Motor, der die Tuchträgerplatte antreibt und alles von alleine macht. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich vor dem Test ziemlich skeptisch war. Ich bin zwar ein totaler Fan von neuen Gadgets und probiere immer gerne neue Sachen aus, aber meistens landen die Teile dann doch im Keller, weil sie einfach nicht praktikabel sind oder eben nicht so funktionieren wie sie sollen. Hier war ich wirklich platt. Ich kam mir vor wie bei diesem Färbetablettentest beim Zahnarzt, bei dem kontrolliert wird, ob man auch immer richtig putzt. Das Reinigungstuch war, trotz wöchentlicher Putzfrau, innerhalb kürzester Zeit so voller Schmutz, als wäre hier jahrelang nicht geputzt worden. Da geht noch was !


Allerdings wird in der Anleitung auch ausdrücklich darauf hin gewiesen, dass durch die intensive Reinigungsleistung des SP600 geölter bzw. gewachster Parkett schneller nachgeölt werden muss. Dem stimme ich voll und ganz zu. Ich habe das Gerät trotz unseres geöltem Parketts verwendet, da unser Fußboden sowieso neu geölt werden muss und ich damit die notwendige vorausgehende Grundreinigung durchführen konnte. Das Schrubben auf den Knien konnte ich mir damit ersparen. In Zukunft wird er aber wohl eher in den oberen Etagen auf dem versiegelten Parkett seinen Einsatz finden.

Mein Fazit: Für Bewohner von größeren (wischbaren) Wohnflächen ist das Gerät in jedem Fall ein lohnende Anschaffung, weil man sich definitiv 50% Zeit beim Putzen spart. Für eine kleine Wohnung ist das Gerät sicher überdimensioniert.




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1 Kommentare

  1. Hi Anette,
    da kann ich dir nur bei allem nicken! Als unser damals hier ankam, wurde er tatsächlich erst mal von den Kids in Beschlag genommen! Die sind bis heute so begeistert, dass sie sogar manchmal freiwillig damit durch´s Erdgeschoss wandern! ;-)
    Liebe Grüße,
    Moni

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