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Auszeit im Schgaguler Hotel in Südtirol

Werbung – Vor kurzem verbrachten wir 2 wundervolle Tage im Schgaguler Hotel in Südtirol. Wir zitterten schon, ob wir die Reise wegen der immer umfassenderen COVID-19 Reisewarnungen überhaupt noch antreten können. In diesen Tagen ist urlaubstechnisch ja leider nichts mehr planbar. Es ging zum Glück alles gut und wir fuhren in kurzen 2,5 Stunden (von München) ins 1000m hoch gelegene Bergdorf Kastelruth in der Nähe von Bozen. Schon von weitem sah man das Hotel mit seiner außergewöhnlichen Architektur.

Das Hotel ist seit 1986 im Familienbesitz und wurde 2018 komplett renoviert. Die neue Architektur trägt die unverwechselbare Handschrift von Peter Pichler, dessen Objekte stets beeindruckende Glasfassaden auszeichnen. Auch das Schgaguler Hotel, das vorher ein eher typisch rustikales Apartmenthaus war, bekam eine solche Modernisierung verpasst. Jeder Raum ist mit Blick auf das Schlern Massiv ausgerichtet, das man durch die bodentiefen Fensterfronten nun auch uneingeschränkt genießen kann.

Beim Betreten des Zimmers fängt wohl jeder Design Liebhaber gleich das Juchzen an. Der erste Eye Catcher ist ein traumhaftes säulenartiges Waschbecken, das völlig frei im Zimmer steht. Ein klassisches Badezimmer gibt es nicht. Der graue Kunstharzboden verläuft auch in der riesigen Regen Dusche ebenerdig weiter, so dass man das Gefühl hat mitten im Raum zu duschen. Der Knaller ist jedoch die riesige freistehende Badewanne gegenüber vom Bett. Ich bin wirklich kein Fan vom Baden und springe eigentlich lieber schnell unter die Dusche, aber hier muss man wirklich beides nutzen. Also wurde morgens geduscht und abends gebadet;)

Am nächsten Morgen genossen wir das reichhaltige Frühstück mit großartigem Blick in die Berge. Am Buffet gibt es, Covid-19 bedingt, selbstgemachte Marmelade, verschiedene Müslisorten, Obstsalat usw. in geschlossenen Glasbehältern zur Selbstbedienung. Alles andere, wie köstliche Eierspeisen und sogar Crêpes wird à la carte bestellt, was ich sehr entspannend fand. Während unseres Italien Urlaubs im Sommer durften wir schon die unterschiedlichsten Arten der Umsetzung des notwendigen Hygiene Konzepts erleben. Am unglücklichsten fand ich die Variante, bei dem es zwar ein Frühstücksbuffet gab, die Bedienung davon erfolgte jedoch ausschließlich durch das italienisch sprechende Hotelpersonal, was zu meterlangen Schlangen quer durch den Frühstücksraum führte …

Danach ging es für uns zum Shoppen ins 30km entfernte Bozen. Wir legten unseren Kurztrip extra nicht auf das Wochenende, damit die Stadt nicht zu voll ist. Wer stattdessen lieber noch höher in die Berge möchte, wird von der exzellenten Lage des Hotels am Fuße der Seiser Alm begeistert sein. Von hier aus kommt man mit der Seilbahn ruckzuck in eines der größten und schönsten Wandergebiete der Dolomiten.

Den Nachmittag genossen wir im Spa. Neben einem Indoor Schwimmbad und verschiedenen Saunen, kann man in großzügigen Ruhebereichen entspannen oder draußen im warmen Whirlpool den Blick auf den Schlern genießen. Das umfangreiche Behandlungsangebot machte mir die Auswahl schwer. Ich liebe Massagen und nutze wirklich jede Gelegenheit dazu. Daher entschloss ich mich für die aufbauende Rückenbehandlung, was die beste Entscheidung ever war. Nach einer göttlichen Massage mit warmen Öl wurde ich mit heißen Tüchern „gestempelt“ und danach mit Schröpfgläsern behandelt. Zum Abschluss gab es noch Klangschalen zur Entspannung. Ich kann mich gar nicht erinnern, wie ich danach ins Zimmer zurück gelangt bin …

Unbedingt zu empfehlen ist auch die leckere Halbpension. So könnt ihr euch jeden Abend durch 4 Gänge (mit Wahlmöglichkeiten) schlemmen und die unterschiedlichsten Gerichte ausprobieren. Die Abende ließen wir am gemütlichen Kaminfeuer in der Hotelbar mit dem ein oder andern Cocktail ausklingen.

Da das Wetter in Südtirol, im Gegensatz zu München, so unglaublich schön war, entschieden wir uns zu einem Late Check out und konnten so den Abreisetag noch in der Sonne genießen.

Wir haben uns wahnsinnig wohl gefühlt. Das familiengeführte Boutique Hotel überzeugt nicht nur durch das ansprechende Design, sondern auch durch die herzliche und sehr persönliche Atmosphäre, die man schon bei der Ankunft spürt. Wir kommen gerne wieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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